SCHWARZES BLUT


Mondes Licht
milder Schein
fällt mir zu,
hält mir mein
Herz in Ruh:
Mondes Licht.

Schwarzes Blut
unter dir
füllt mich ganz,
fließt in mir
matter Glanz:
Schwarzes Blut.

Mondes Licht
fliehet fort,
wo ich stand,
sucht den Ort,
den ich fand:
Mondes Licht.

Schwarzes Blut
fließt dahin
immerdar,
wo ich bin,
pulsend gar:
Schwarzes Blut.

Mondes Licht
strenger Schein
drängt mir zu,
hält sich mein
Herz in Ruh:
Mondes Licht.

Schwarzes Blut
ahnet den
fernen Gleiß,
sterbensschön,
rein und heiß.
Schwarzes Blut.



Gerald Grundmann