SIEH DA, EIN MENSCH


Der Dämon bist du mit den tausend Augen,
der Fremde, den kein Dasein halten kann.
Die Hände, die dich nie zu fassen taugen,
sie fassen dich Berserker schrecklich an.

Du kannst mit deiner Wahl nicht einig leben.
Dein Herz bleibt immer neben sie gestellt.
Versöhnt vielleicht, doch niemals hingegeben,
stehst du ihr vor, zerfließt nicht an die Welt.

Sie hassen dich, sie können dich nicht lieben.
Dein ganzes Ja ist nie Besitz genug.
Als Schicksal, das doch immer du geblieben,
verendest du für sie zu eitlem Trug.

Der Dämon bist du, der sich doch bemeistert,
wenn sich die Menschheit auch zu steter Pein
verleugnend, krampfend immerfort entgeistert,
befriedet und geduldig Mensch zu sein.



Gerald Grundmann

© 2015 by Gerald Grundmann

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