TAUSEND MEILEN


Hörst du die Pfeife tönen weit,
weißt du, ich ziehe mit ihr fort.
Ich war zu fliehen einen Ort,
an dem ich fremd blieb, stets bereit.

Selbst tausend Meilen sind nicht viel,
ich geh’ so weit, so weit ich kann,
bis ich dereinst gelange an
und finde aller Wege Ziel.

Die Zeit nimmt einen schnellen Lauf,
die Fahrt muss viel, viel schneller sein,
doch soll die meine werden dein,
so fass dein Herz und halt’ mich auf.

Selbst tausend Meilen sind nicht viel,
ich geh’ so weit, so weit ich kann,
bis ich dereinst gelange an
und finde aller Wege Ziel.

Nicht Land, nicht Himmel macht es aus,
kein Zug der Welt dorthin mich trägt.
Dort, wo ein Herz nur für mich schlägt,
dort halt’ ich ein, dort ist zu Haus.

Selbst tausend Meilen sind nicht viel,
ich geh’ so weit, so weit ich kann,
bis ich dereinst gelange an
und finde aller Wege Ziel.


Gerald Grundmann